{"id":55,"date":"2007-02-18T09:24:14","date_gmt":"2007-02-18T09:24:14","guid":{"rendered":"http:\/\/doerteneu.beckmerhagen.me\/?p=55"},"modified":"2021-02-10T16:58:04","modified_gmt":"2021-02-10T16:58:04","slug":"welcome","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/?p=55","title":{"rendered":"Welcome"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"Body\">Matz zieht mit seinen Eltern f\u00fcr ein paar Monate nach Dublin und macht dort Bekanntschaft mit der englischen Sprache und mit vielen neuen Freunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"Body\">Diese Geschichte beruht auf Begebenheiten, die wir am Rande unseres Arbeitsaufenthalts in Dublin im Fr\u00fchjahr 2004 beobachtet hatten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"Body\">Die Musik in diesem Podcast wurde komponiert, getextet, gespielt und gesungen von Cassandra und Shannon Shankman &#8211; T\u00f6chter von einem Arbeitskollegen aus Texas und zwei hochbegabte Musikerinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8415\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-55-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Welcome-1.m4a?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Welcome-1.m4a\">http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Welcome-1.m4a<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_m4a\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Welcome-1.m4a\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/?powerpress_pinw=55-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Welcome-1.m4a\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"Welcome-1.m4a\">Download<\/a><\/p><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas m\u00f6chtest du noch mitnehmen?\u201c, fragt Mama. Mats gr\u00fcbelt und gr\u00fcbelt. Seine Eltern haben ihm erz\u00e4hlt, dass die ganze Familie f\u00fcr einige Monate in Irland wohnen wird, weil Papa dort f\u00fcr seine Firma arbeiten darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Was nimmt man blo\u00df nach Irland mit, und wo ist das \u00fcberhaupt? Ist es dort kalt oder warm, weit weg oder doch ganz nah. Soll er nun f\u00fcr den Strand den aufblasbaren Ball und die Luftmatratze mitnehmen oder den Schlitten f\u00fcr die Berge? Fragen \u00fcber Fragen.<br>Mats beschlie\u00dft, dar\u00fcber noch einmal mit seiner Mama zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mama erz\u00e4hlt ihm, dass Irland eine riesengro\u00dfe Insel ist und dass die Familie in Dublin wohnen wird. Das ist die Hauptstadt von Irland. Dublin liegt direkt am Meer &#8211; und hinter der Stadt sind H\u00fcgel und Berge und W\u00e4lder und gr\u00fcne Wiesen. Mats ist jetzt erst recht verwirrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Also Luftmatratze, Ball, Eimer und Schaufel f\u00fcr den Strand und der Schlitten f\u00fcr die Berge, dazu noch sein Schnuffelhund und die Bausteine, das Lieblingsspiel, den Baukasten und, und, und &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Schon sitzen sie im Flugzeug. Ist das aufregend. Der Start war ganz sch\u00f6n kribbelig im Bauch und dieses merkw\u00fcrdige Gef\u00fchl in den Ohren. Mats schaut aus dem kleinen Fenster und sieht, wie die H\u00e4user tief unten immer kleiner und kleiner werden. Die Autos kann er schon kaum noch erkennen, und schon sind sie hoch \u00fcber den Wolken. Der Himmel sieht strahlend blau aus, und die Wolken unter ihm schweben watteweich und wei\u00df in der Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Schlitten hat Mama zu Hause gelassen, weil in Irland nur ganz selten Schnee liegt, hat sie gesagt. Und die Luftmatratze durfte er auch nicht mitnehmen, weil das Wasser wohl nicht warm genug zum Baden ist &#8211; aber den Eimer und die Schaufel hat sie eingepackt f\u00fcr den Strand zum Muschelsuchen, seine Spielsachen auch, und den Schnuffelhund hat Mats sowieso ganz fest im Arm.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landung in Dublin ist genauso aufregend wie der Start, und auf der Fahrt in die neue Wohnung f\u00e4llt Mats auch gleich etwas ganz Besonderes auf. Die Autos fahren alle auf der falschen Stra\u00dfenseite! N\u00e4mlich links, und der Fahrer im Taxi sitzt auch auf der falschen Seite! Rechts! Mats ist ganz aufgeregt. Wie soll das denn gut gehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Papa beruhigt ihn sofort. In Irland fahren alle Autos auf der linken Seite und die Fahrer sitzen alle rechts. F\u00fcr die Iren ist das, genau wie in England, Australien oder auf der Insel Malta so normal wie f\u00fcr uns das Rechtsfahren. Und weil sich alle Verkehrsteilnehmer daran halten, kann auch nichts passieren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDu musst aber ganz genau aufpassen, wenn du \u00fcber die Stra\u00dfe gehst\u201c sagt Papa, \u201eweil du hier zuerst nach rechts schauen musst und dann erst nach links, weil die Autos zuerst von der rechten Seite kommen, das ist f\u00fcr uns ungewohnt und darum m\u00fcssen wir besonders vorsichtig sein.\u201c Mats ist ganz verwirrt. Rechts, links, rechts, alles andersherum &#8211; wie soll das alles in seinem kleinen Kopf Platz haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Papa lacht: \u201eDu wirst dich schnell daran gew\u00f6hnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wohnung ist ruck-zuck bezogen, die Spielsachen verstaut, der Kamin in der Wohnung verstr\u00f6mt eine wohlige W\u00e4rme und Mats kuschelt sich mit seinem Schnuffelhund in sein gem\u00fctliches Bett. Mama hat sich zu ihm gelegt und langsam kommt die kleine Familie nach diesem aufregenden Tag zur Ruhe. \u201eMorgen wird es noch einmal spannend f\u00fcr dich\u201c, sagt Mama. Mats darf in eine irische Vorschule gehen und gleich morgen fr\u00fch soll er das erste Mal die neue Schule besuchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Tag in der neuen Schule. Die Erzieherinnen sind sehr freundlich mit ihm, alle lachen und strahlen ihn an. Die anderen Kinder sind alle in seinem Alter und kommen neugierig auf ihn zu, zeigen ihm die vielen Spiel- und Bastelsachen, und am sp\u00e4ten Vormittag haben alle sogar einen Ausflug zum nahe gelegenen Spielplatz gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber als die Mama ihn am Nachmittag abholt, kann Mats die Tr\u00e4nen dann doch nicht mehr zur\u00fcckhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas war ganz schrecklich\u201c, schluchzt er, \u201edie sprechen hier alle nur Spanisch. Ich kann nichts verstehen und wei\u00df nicht, was die von mir wollen!\u201c Mama nimmt ihn ganz fest in die Arme, streicht ihm \u00fcbers Haar, lacht und sagt: \u201eMats, mein Schatz, die sprechen hier kein Spanisch, das ist Englisch. In Irland sprechen die Menschen Englisch &#8211; und du wirst sehen, in ganz kurzer Zeit wirst du die Sprache lernen und alles verstehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Mats ist f\u00fcr heute nicht zu beruhigen und will nie mehr in diese Schule zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Zuhause angekommen setzt er sich traurig auf die Treppe vor der Haust\u00fcr und f\u00fchlt sich sehr, sehr einsam. Ihm fehlen seine Freunde, seine Lehrerin, Oma und Opa und \u00fcberhaupt einfach alles.<\/p>\n\n\n\n<p>Und als er gerade traurig seinen Kopf in die H\u00e4nde st\u00fctzt, h\u00f6rt er nebenan eine Melodie. Eine ganz leichte, feine, tr\u00f6stende Musik. Neugierig hebt er den Kopf &#8211; und lauscht. Mats steht auf und geht der Musik nach. Die Kl\u00e4nge kommen aus der Wohnung nebenan. Ein Fenster steht offen und er schaut hinein.<\/p>\n\n\n\n<p>Da sitzt ein M\u00e4dchen an einem Klavier und spielt diese wunderbare Melodie. Sie ist etwas \u00e4lter als er und hat ihre schwarzen Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, der lustig hin und her wippt w\u00e4hrend ihre H\u00e4nde \u00fcber die Tasten fliegen. Erstaunt schaut Mats dem M\u00e4dchen zu &#8211; bis sie ihn bemerkt!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHi\u201c, ruft sie fr\u00f6hlich &#8211; und schon folgt ein fremdl\u00e4ndischer Wortschwall, wohl auf Englisch, wie Mats jetzt wei\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Er duckt sich hastig und l\u00e4uft schnell in die Wohnung in sein Zimmer. Er \u00f6ffnet sein Fenster einen spaltbreit, lauscht noch einmal und &#8211; tats\u00e4chlich &#8211; das M\u00e4dchen singt. Sie singt mit klarer, zarter Stimme ein wundersch\u00f6nes Lied. \u201eSomeone Wonderful\u201c. Mats lehnt den Kopf an den Fensterrahmen und h\u00f6rt dem fremden M\u00e4dchen fasziniert zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Die folgenden Tage ziehen sich z\u00e4h dahin.<\/p>\n\n\n\n<p>Mats geht die Musik und das M\u00e4dchen nicht mehr aus dem Kopf. St\u00e4ndig summt er die Melodie und sieht den lustig wippenden Pferdeschwanz vor sich. Manchmal kann er sie h\u00f6ren, wenn Mama ihn aus der Schule abholt. Und das tr\u00f6stet und beruhigt ihn.<\/p>\n\n\n\n<p>Jeden Tag schw\u00f6rt Mats, dass er nie wieder in die Schule geht. Alle sind sehr nett und freundlich mit ihm, aber er kann sich nicht richtig unterhalten, und so freut er sich umso mehr, wenn Mama ihn abholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Heimweg summt er die Melodie, die er auf dem Klavier geh\u00f6rt hat, und im Takt dazu z\u00e4hlt er: \u201eOne, two, three, four, five, &#8230;\u201c Mama schaut ihn erstaunt an. \u201eWas sagst du da gerade?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mats schaut seine Mama an. \u201eDas ist Englisch, Mama. Eins, zwei, drei, hei\u00dft auf Englisch \u201aone, two, three\u2018. Ich kann schon bis zw\u00f6lf auf Englisch z\u00e4hlen &#8211; das hat mir die Lehrerin beigebracht.\u201c Und er erz\u00e4hlt auch, dass \u201ablack\u2018 schwarz bedeutet und \u201awhite\u2018 wei\u00df und \u201ablue\u2018 blau ist. Das hat er von den anderen Kindern gelernt. Mama schmunzelt und dr\u00fcckt Mats dicht an sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Hause angekommen sieht Mats das M\u00e4dchen von nebenan auf der Treppe sitzen. Sie gr\u00fc\u00dft freundlich und bespricht mit Mama etwas auf Englisch. Mama scheint sich sehr zu freuen und in der Wohnung nimmt sie Mats in die Arme und sagt: \u201eMats, du hast eben eine Einladung zum Geburtstag bekommen. Das M\u00e4dchen von nebenan hat dich eingeladen. Sie hei\u00dft Laura und w\u00fcrde sich riesig freuen, wenn du morgen zu ihrer Geburtstagsparty kommst.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem kurzen Weg zu der Party ist Mats ganz \u00fcbel. Auf der einen Seite freut er sich auf Laura, auf der anderen Seite ist ihm bei dem Gedanken ganz schwummrig, dass er wieder nichts versteht und ohne Freunde zu einer Feier gehen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber Mama nimmt ihn fest an die Hand und als Laura die T\u00fcr \u00f6ffnet und ihn strahlend anschaut, ist das Eis schon gebrochen. Er gibt ihr sch\u00fcchtern sein Geschenk, dass sie mit einem erfreuten \u201eThank you, you are welcome!\u201c entgegen nimmt, begleitet ihn in ihr Zimmer wo schon die anderen kleinen G\u00e4ste warten &#8211; und da ist auch die \u00dcberraschung f\u00fcr Mats gro\u00df. Einige Kinder kennt er schon aus der Schule und alle begr\u00fc\u00dfen ihn mit einem fr\u00f6hlichen \u201eHello, M\u00e4ts!\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Klavierzimmer h\u00f6rt Mats wieder die vertraute Melodie. Alle Kinder versammeln sich um das Klavier und Mama fl\u00fcstert Mats noch schnell zu, dass jetzt das Geburtstagslied f\u00fcr Laura gesungen wird. Lauras Mutter z\u00e4hlt vor \u201eOne, two, three, four and &#8230; music!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Alle Kinder singen mit, und schon nach einigen Takten versucht auch Mats in den Chor mit einzustimmen. Erst ganz zaghaft und dann immer kr\u00e4ftiger: \u201eHappy Birthday\u201c &#8211; und siehe da &#8211; es funktioniert! Es macht Spa\u00df! Englisch macht Spa\u00df!<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend liegt Mats mit seinem Schnuffelhund im Bett. Mama hat sich wieder dicht an ihn rangekuschelt. \u201eDas war eine tolle Party, Mama\u201c, sprudelt es nur so aus ihm hinaus. \u201eIch habe ganz viele neue Freunde kennengelernt. Laura ist total nett und wir haben ganz viel gesungen; und soll ich dir mal erz\u00e4hlen, was Geburtstagsparty auf Englisch hei\u00dft? und &#8230;\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Matz zieht mit seinen Eltern f\u00fcr ein paar Monate nach Dublin und macht dort Bekanntschaft mit der englischen Sprache und<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":42,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-55","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55"}],"version-history":[{"count":4,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":129,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55\/revisions\/129"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/42"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}