{"id":62,"date":"2006-10-18T09:29:46","date_gmt":"2006-10-18T09:29:46","guid":{"rendered":"http:\/\/doerteneu.beckmerhagen.me\/?p=62"},"modified":"2021-02-10T17:01:24","modified_gmt":"2021-02-10T17:01:24","slug":"kater-uschi","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/?p=62","title":{"rendered":"Kater Muschi"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"Body\">Wie wir zu unserem s\u00fc\u00dfen, kleinen Kater gekommen sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"Body\">Diesmal spricht eine Freundin von mir den Text &#8211; Sylvia Pompecki.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"Body\">Viel Spa\u00df beim Zuh\u00f6ren und schreibt mir mal, wie Euch meine Geschichten gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"Body\">Eure D\u00f6rte<\/p>\n\n\n\n<p><strong><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5031\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-62-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kater-Muschi-1.m4a?_=1\" \/><a href=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kater-Muschi-1.m4a\">http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kater-Muschi-1.m4a<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_m4a\" style=\"margin-bottom: 1px !important;\">Podcast: <a href=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kater-Muschi-1.m4a\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/?powerpress_pinw=62-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/doerte.beckmerhagen.me\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kater-Muschi-1.m4a\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"Kater-Muschi-1.m4a\">Download<\/a><\/p><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Telefon klingelt. Ines ist dran: \u201eDu, bei Bestatter Krause ist noch ein kleiner schwarzer Kater \u00fcbrig geblieben &#8211; schau dir den doch mal an!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In meinem Bauch f\u00e4ngt es ganz pl\u00f6tzlich an zu kribbeln! Ein kleiner schwarzer Kater! Das ist ganz genau das, was ich mir f\u00fcr unsere kleine Familie noch gew\u00fcnscht habe. Ein kleiner schwarzer Kater zum Kuscheln, lieb haben &#8211; aber auch frech und pfiffig genug, um mit unserer kleinen Tochter Maike zurechtzukommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Lange haben wir in unserer Familie diskutiert. Maike m\u00f6chte mit ihren vier Jahren unbedingt ein eigenes Haustier &#8211; klar! \u201eAlle haben Tiere, nur wir nicht. Ich m\u00f6chte auch einen kleinen Hund, eine kleine Katze, ein Kaninchen, ein Meerschweinchen.\u201c Und so weiter &#8211; und so weiter. Immer wenn wir von Freunden mit eigenen Haustieren nach Hause kommen, reden wir erst einmal nur noch \u00fcber die Tiere.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich m\u00f6chte auch gerne eine kleine Katze. Der Gedanke, dass sich abends nach einem langen Tag so ein kleines Fellb\u00fcndel beruhigend an mich schmiegt und schnurrt, l\u00e4sst mich nicht mehr los.<\/p>\n\n\n\n<p>Also rede ich mit meinem Mann J\u00fcrgen, krame alle m\u00f6glichen Argumente hervor und lege los: Ob es nicht ganz toll w\u00e4re, wenn Maike Verantwortung f\u00fcr ein kleines Tier \u00fcbernehmen k\u00f6nnte; sie k\u00f6nnte R\u00fccksicht und Respekt vor anderen Lebewesen \u00fcben, Geduld und Ausdauer lernen &#8211; und f\u00fcr uns Eltern w\u00e4re es doch auch supersch\u00f6n, ein Haustier zu haben &#8230; Schlie\u00dflich w\u00e4re so ein Tier doch auch f\u00fcr die ganze Familie Besch\u00fctzer, Freund und Tr\u00f6ster!<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen \u00fcberlegt und gr\u00fcbelt und sinniert &#8211; und bei einem gemeinsamen Abendessen mit Maike gibt er uns einige Denksportaufgaben auf:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer k\u00fcmmert sich um das Tier, wenn wir im Urlaub sind?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWer hegt und pflegt \u00fcberhaupt jeden Tag das Tier?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMal kurz wegfahren und die T\u00fcr abschlie\u00dfen, geht dann auch nicht mehr!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas kommt da an Kosten auf uns zu?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd wie sieht es mit zerkratzten M\u00f6beln, zerfetzten Teppichen und zerbissenem Spielzeug aus?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Maike und ich schauen uns an. Das sind alles Dinge, \u00fcber die wir uns bis jetzt noch keine richtigen Gedanken gemacht haben. Wir kommen an diesem Abend gemeinsam zu dem Schluss, dass ein Haustier f\u00fcr uns im Moment auf gar keinen Fall in Frage kommt!<br>Einige Tage sp\u00e4ter beobachte ich J\u00fcrgen, wie er den Nachbarskater Mio liebevoll streichelt und murmelnd zu dem Tier sagt: \u201eWenn ich eine eigene Katze h\u00e4tte &#8211; die w\u00fcrde ich verw\u00f6hnen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ich h\u00f6re es, sp\u00fcre ein Signal, lasse bei einer Nachmittagskaffeerunde so ganz nebenbei einen Satz fallen, ob jemand von einem kleinen K\u00e4tzchen wei\u00df, das noch ein neues zu Hause sucht &#8211; und dann kam halt gleich am n\u00e4chsten Tag der Anruf von Ines.<br>Sie w\u00fcrde sich auch um das Tier k\u00fcmmern, wenn wir mal nicht im Haus sind, und so ein kleiner Kater w\u00e4re sowieso super pflegeleicht und f\u00fcr die ganze Familie eine gro\u00dfe Bereicherung!<\/p>\n\n\n\n<p>Gesagt, getan! Ich setze mich telefonisch kurz mit Frau Krause in Verbindung und schon am fr\u00fchen Nachmittag sollen wir uns den kleinen Mann anschauen.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen schicke ich eine kurze Nachricht ins B\u00fcro, dass wir uns am Nachmittag einen kleinen Kater anschauen. Meine Idee war, dass er sich so langsam an den Gedanken gew\u00f6hnen kann, dass wir eventuell einen Neuzugang in der Familie haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maike und ich setzen uns nach dem Kindergarten sofort in das Auto und fahren aufgeregt und laut plappernd die kurze Strecke in den Nachbarort. Bei Bestatter Krause angekommen, fallen uns schon auf der Auffahrt die beiden Katzen auf. Die gro\u00dfe Mutterkatze, ein sehr gepflegtes, wundersch\u00f6nes, durch und durch seidig-graues Tier &#8211; und der kleine verspielte schwarz gl\u00e4nzende Kater, der gerade einem Blatt hinterherjagt und mit den kleinen Pfoten versucht, das vom Wind verwehte Blatt zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Maike und ich verlieben uns sofort in den kleinen schwarzen Kater und beschlie\u00dfen, ihn mit zu uns nach Hause zu nehmen. Vorher m\u00fcssen wir aber noch ganz schnell all die Dinge besorgen, die ein Kater im Haus ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Tierbedarfshandlung rasen wir mit hochroten K\u00f6pfen durch die G\u00e4nge:<\/p>\n\n\n\n<p>Katzenklo? Ja, aber welches? Geschlossen oder offen? Keine Ahnung!<\/p>\n\n\n\n<p>Katzenstreu? Hmm, das sind fast alles 20 Kilo S\u00e4cke &#8211; ich nehme erst mal einen kleinen Probesack mit!<\/p>\n\n\n\n<p>Futter? Trocken oder nass? Ich denke, Trockenfutter ist ok, das hat er bei seiner Vorbesitzerin auch bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Transportkorb? Tja, wie oft braucht man den denn? Das lassen wir erst mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Spielzeug f\u00fcr den Kater? Jaaaaa, klar! Maike sucht mit Eifer kleine Fellm\u00e4use, Spielb\u00e4lle und als Kr\u00f6nung der Sammlung eine Angel, an der am Ende ein Pl\u00fcschball h\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwer bepackt und um einige Euro erleichtert fahren wir zur\u00fcck zu Frau Krause, um unseren Kater abzuholen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort angekommen vermisse ich auch sofort den Transportkorb! Wie sollen wir den kleinen Kater jetzt nach Hause bekommen?<\/p>\n\n\n\n<p>Frau Krause besorgt einen Pappkarton, legt den Kater hinein, alle rein ins Auto und ab geht die Fahrt nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Kaum sind wir die ersten Meter gefahren, fange ich auch schon an zu gr\u00fcbeln. War die Entscheidung f\u00fcr ein Haustier richtig? Was wird J\u00fcrgen sagen? Wird der Kater zu uns passen und sich gut einleben? Und wenn ja &#8211; so ein Tier kann 18 Jahre alt werden! In Gedanken sehe ich meine Vorh\u00e4nge in Fetzen h\u00e4ngen, zernagte Tischbeine und angefressene Teppiche, Tapeten mit Kratzspuren. Wom\u00f6glich ist er noch nicht stubenrein?? Mir wird ganz schwummrig und die Gedanken kreisen in meinem Kopf \u2013 als passend dazu der Kater in seinem Karton anf\u00e4ngt zu jaulen und lautstark versucht aus seinem Karton auszubrechen. Zeitgleich f\u00e4ngt Maike herzzerrei\u00dfend an zu weinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir steht der Schwei\u00df auf der Stirn, ich zwinge mich zur Ruhe und frage Maike, warum sie so sehr weint, denn jetzt w\u00e4re doch ihr gr\u00f6\u00dfter Wunsch in Erf\u00fcllung gegangen. Au\u00dferdem sei es normal, dass der Kater in seinem Karton jault, weil Katzen eben nicht gerne Autofahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Maike m\u00f6chte sofort den Kater zu Frau Krause zur\u00fcckbringen. Sie meint, dass die Katzenmutter ihr Kind bestimmt sehr vermisst.<br>Himmel! Ich erkl\u00e4re ihr, dass der Kater schon 4 Monate alt und somit reif genug ist, um die Mutter zu verlassen. Frau Krause hatte mir au\u00dferdem erz\u00e4hlt, dass die Katzenmutter schon l\u00e4nger eher reserviert auf die immer wilder werdenden Spielereien des Kleinen reagiert hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Als wir endlich v\u00f6llig aufgel\u00f6st zu Hause ankommen, alle Sachen ausgepackt sind und das Katzenklo startklar ist, frage ich Maike, wie der Kater denn nun hei\u00dfen soll.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMuschi soll er hei\u00dfen, MUSCHI!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAber das ist doch kein Name f\u00fcr einen Kater\u201c, versuche ich gerade einzuwenden, als mir siedendhei\u00df einf\u00e4llt, dass der Kater meiner Freundin Ines von der Tochter nur `Uschi` gerufen wird!<\/p>\n\n\n\n<p>Ich frage Maikes gro\u00dfen Bruder Christoph, was er wohl von so einem Namen h\u00e4lt. Er schaut den Kleinen an, schmunzelt und sagt: \u201eMuschi &#8230; Cooler Name f\u00fcr einen Kater!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Damit war es besiegelt &#8211; Muschi geh\u00f6rt ab sofort zu uns.<\/p>\n\n\n\n<p>J\u00fcrgen\u2018s anf\u00e4ngliche Skepsis unserem Neuzugang gegen\u00fcber, hatte sich innerhalb von 24 Stunden total erledigt. Muschi ist ihm einfach nicht mehr von der Seite gewichen &#8211; er hat sich bei ihm eingeschmeichelt, die beiden sind ein Herz und eine Seele.<\/p>\n\n\n\n<p>Muschi ist jetzt sechs Wochen bei uns &#8211; und meine ganzen Horrorszenarien haben sich nicht bewahrheitet. Das Katzenklo benutzt er von Anfang an wie ein Gro\u00dfer; unsere Vorh\u00e4nge, Teppiche und Tapeten hat er \u00fcberhaupt nicht anger\u00fchrt.&nbsp;Muschi ist sehr verschmust und selbst Maikes manchmal etwas ruppige Umgangsweise mit ihm, ertr\u00e4gt er gelassen \u2013 um sich dann gleich wieder zum Kuscheln zu ihr zu legen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Nachbar Enno hatte uns geraten, den Kater mindestens zwei Wochen nur im Haus zu lassen:\u201cDenn Hunde binden sich an den Menschen &#8211; Katzen binden sich an das Haus!\u201cWir haben uns streng an diesen Rat gehalten. Inzwischen ist Muschi viel im Garten, spielt mit Kater Mio von nebenan und erkundet seine neue Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Da raschelt ein Blatt? Dort bewegt sich ein Grashalm? Wie hoch kann man auf einen Baum klettern? Ein Krabbelinsekt! HUI, eine Windb\u00f6e &#8211; schnell wieder hinein ins Haus! Und ich bin ganz fest davon \u00fcberzeugt &#8211; auch schnell wieder hinein zu seinen neuen Menschen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wir zu unserem s\u00fc\u00dfen, kleinen Kater gekommen sind. 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